FTD.de » Finanzen » Immobilien »

Immobilien-Kompass

 

Von wegen Provinz - Die besten Wohnlagen in Ingolstadt

Audi stellt ein, die Fachhochschule baut an: Ingolstadt brummt. Der Bedarf an ­hochwertigen Immobilien nimmt zu. Doch nicht jedes Objekt ist ein Selbstläufer. Frankfurt, Düsseldorf, Paris – zusammen mit solchen Namen möchte Ingolstadt genannt werden. Und tatsächlich muss die Donaustadt trotz ihrer gerade mal 125.000 Einwohner den Vergleich mit Metropolen nicht scheuen. Sie schneidet bei internationalen Wettbewerben meist hervorragend ab. Stolz verweisen die ...
Beitrag erstellen
Quellcode für Karte
Durchschnittspreise Top Wohnlage Gute Wohnlage Mittlere Wohnlage Einfache Wohnlage
Einfamilienhäuser (€) Altbau
500.000 - 1.200.000
300.000 - 800.000
220.000 - 500.000
120.000 - 300.000
Neubau
k.A.*
600.000 - 1.200.000
400.000 - 750.000
300.000 - 400.000
Eigentumswohnungen
pro qm (€)
Altbau
2700 - 3500
1700 - 2700
1200 - 2000
1000 - 1400
Neubau
3000 - 3500
2400 - 3100
1900 - 2700
1600 - 2400
Miete pro qm (€) Altbau
8,00 - 12,00
7,00 - 9,00
6,50 - 8,50
5,50 - 6,50
Neubau
9,00 - 12,00
7,50 - 11,00
7,00 - 9,50
6,50 - 7,50
Durchschnittliche Preis- und Mietspannen in Euro für Eigenheime sowie Wohnungen, die bei Wohnfläche, Ausstattung oder Grundstücksgröße typisch für die jeweilige Lagekategorie sind. Als Neubau gelten Objekte, die nicht älter als fünf Jahre sind oder die gerade errichtet werden. Bei Immobilien, die dem Standard nicht entsprechen, können Preise und Mieten von den genannten Werten abweichen. Quelle: Maklerumfrage, Erhebungszeitraum 2011 (*k.A: kein ausreichendes Angebot)
Von wegen Provinz - Die besten Wohnlagen in Ingolstadt

Audi stellt ein, die Fachhochschule baut an: Ingolstadt brummt. Der Bedarf an ­hochwertigen Immobilien nimmt zu. Doch nicht jedes Objekt ist ein Selbstläufer.

Frankfurt, Düsseldorf, Paris – zusammen mit solchen Namen möchte Ingolstadt genannt werden. Und tatsächlich muss die Donaustadt trotz ihrer gerade mal 125.000 Einwohner den Vergleich mit Metropolen nicht scheuen. Sie schneidet bei internationalen Wettbewerben meist hervorragend ab. Stolz verweisen die Ingolstädter auf eine europaweite Analyse zur Zukunftsfähigkeit von mehr als 1000 Regionen. Dabei errang die kreisfreie Stadt samt Umland einen beachtlichen dritten Platz – besser waren nur der Landkreis München und Sieger Luxemburg. Die Arbeitslosenquote in Ingolstadt liegt schon seit Längerem unter dem Schnitt deutscher Großstädte: bei 3,0 Prozent im April 2011. Nach wie vor werden an dem Automobilstandort händeringend Facharbeiter und Ingenieure gesucht.

Parallel zum wirtschaftlichen Erfolg wächst der Druck auf den Immobilienmarkt. Wohnraum ist knapp, vor allem in Toplagen wie der Altstadt, dem Westviertel und Gerolfing. „Ingolstadt ist ­absolut Boomtown“, sagt Helmut Grabmann, Ge­schäftsführer von G&P Finanzservice. Doch Angebot und Nachfrage stehen in einem ungünstigen Verhältnis zueinander. Die Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft Ingolstadt (GWG) verzeichnete im vergangenen Jahr 424 Kündigungen – bei 2587 Wohnungsanfragen. Ein Drittel der Bewerber war jünger als 30 Jahre.

Die angespannte Lage macht jedoch nicht jedes Objekt zum Selbstläufer. Käufer wie Kapitalanleger bleiben insbesondere bei Bestandsimmobilien wählerisch. Für Wohnungen und Häuser, die älter als zehn Jahre sind, werden Preisabschläge fällig. Auch die Lage ist den Interessenten wichtig. In einfachen Gegenden wie dem Piusviertel oder außerhalb in Mailing und Feldkirchen stagnieren die Preise. Mieter zahlen dort in Bestandsimmobilien maximal 7 Euro pro Quadratmeter. Völlig anders sieht es in den intensiv nachgefragten, zentrumsnahen Vierteln aus. Spürbare Entlastung sollen hier ­diverse Neubauprojekte bringen, die sich zum Teil aber noch im Planungsstadium befinden. Auf dem Areal der Pionier­kaserne ...
mehr...

capital.de, 28.06.2011
4
Capital-Urteil**
Ingolstadt ist beliebt, und die Nachfrage zieht weiter an. Audi stellt Ingenieure und andere Fachkräfte ein. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften baut aus. Makler können nicht annähernd so viele Wohnungen vermitteln, wie sie gern würden. Diese Situation wirkt sich auf die Preise aus. In Toplagen sind Steigerungsraten von bis zu fünf ­Prozent realistisch. Immerhin gibt es Erweiterungsflächen – auf dem Gelände der Pionierkaserne oder dem Ingobräu-Areal. Doch einfache und mittlere Lagen wie etwa im Nordosten der Stadt sind keine Selbstläufer. Hier rechnen Makler mit ­stagnierenden Preisen.

 
 

© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler